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ZUSPRUCH UND ERMUTIGUNG

Immer wieder werde ich gefragt, was mich bewegt hat, diesen Weg zu gehen, Angehörigen und Hinterbliebenen in dieser scheinbar haltlosen Zeit der Trauer mit Kraft und Hilfe zur Seite zu stehen.

 

Ausschlaggebend waren unter anderem Situationen und Erlebnisse in denen mir Phasen meines eigenen Lebens haltlos erschienen. Sei es der Verlust von geliebten Menschen oder immer wieder prägende Eindrücke während meiner langjährigen beruflichen Tätigkeit im Umgang mit kranken Menschen.

 

Gerade in diesen Zeiten durfte ich erleben, was es bedeuten kann, wenn eine andere Person die stützende Hand reicht. Eine Hand des Zuspruchs, des Trostes, des Halts und der Ermutigung.

 

Der Tod eines nahestehenden Menschen bedeutet für den Hinterbliebenen ein Auseinanderbrechen seines bisherigen Lebens. Die Welt scheint still zu stehen und doch bewegt sich um den Trauernden herum alles in scheinbarer und unbeirrbarer Gleichgültigkeit weiter. Viele Trauernde empfinden sich als Fremde in einem unbekannten Land und erleben sich als Mensch zweier Welten, hin und her gerissen zwischen „es war einmal...“ und „es wird nie wieder...“, zwischen „nein-sagen-wollen“ und doch „ja-sagen-müssen“. Emotionale Fassungslosigkeit, aufbrechende Fragen, verzweifelte Sinnsuche, umfassendes Nichtverstehen, wagendes Erproben neuer Gedanken sowie provisorische Schritte in ein neues Leben sind Merkmale ihrer inneren Verfassung.

 

Im Laufe unseres Lebens kommen wir immer wieder in Situationen, in denen wir den Wunsch, die Berufung und die Motivation nach Veränderung verspüren.

 

Diese Motivation ist eine der tragenden Säulen, die mir jeden Tag aufs Neue die Kraft verleiht, Menschen in dieser schwierigen Lebenssituation unterstützend zur Seite zu stehen, um die individuellen Wünsche der Angehörigen und Hinterbliebenen während der Zeit des Abschieds zu erfüllen.